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Studiengebühren sind aus gesellschafts-, sozial- und bildungspolitischen Gründen abzulehnen.
Sie lösen kein einziges Problem, sondern verschärfen die Krise des Bildungssystems.

1. Studiengebühren befördern die Privatisierung sozialer Risiken. Bildung wird nicht mehr als ein öffentliches Gut gesehen, dessen Nutzung als allgemeines Recht gilt, sondern
als zu erwerbende und zu bezahlende Dienstleistung, mit der jedeR einzelne in sein/ihr "Humankapital" investiert. In diesem
Sinne sind Studiengebühren integraler Bestandteil des neoliberalen Politikmodells, dessen Ziel es ist, außer Bildung auch z.B. Beschäftigung, Gesundheit, Altersvorsorge und andere gesellschaftliche Aufgaben auf den/die einzelne/n abzuwälzen.
Deswegen betrifft die Studiengebührendebatte nicht nur Studierende. Sie hat vielmehr eine gesellschaftliche Stellvertreterfunktion, um die Akzeptanz einer generellen privaten Kostenbeteiligung
für alle weiterführenden Bildungswege (nach der allgemeinen Schulpflicht) zu erproben und perspektivisch durchzusetzen.

2. Die sozialen Wirkungen und Steuerungseffekte von Studiengebühren sind gesellschaftlich schädlich. Studiengebühren fördern ein antisoziales und entsolidarisierendes persönliches Bildungsverhalten und verstärken die gesellschaftliche Verantwortungslosigkeit des Wissenschaftssystems.
Sogenannte "bildungsferne" Schichten werden noch stärker von weiterführender Bildung abgeschreckt. Deren Erwerb engt sich auf die traditionelle Normalbiographie (männlich, weiß, deutsch; direkter Übergang Schule/Wehrdienst/Studium) ein.

3. "Sozialverträgliche" Studiengebühren kann es nicht geben! Das ist ein Widerspruch in sich. Jede Verkoppelung von Bildungschancen mit der - strukturell ungleichen - privaten Einkommens- und Vermögensverteilung
in der Gesellschaft reproduziert die entsprechende Ungleichheit in der Bildung. Dieser Ausgangslage kann auch kein noch so ausgefeiltes Darlehenssystem entgegenwirken, wie die Entwicklung des BAföG anschaulich zeigt.
Studiengebühren verschärfen daher die soziale Selektionswirkung des Bildungssystems - und verschleiern zugleich die politische Verantwortung dafür.

4. Die Behauptung, Studiengebühren würden die Entscheidungsposition von Studierenden innerhalb der Institution Hochschule stärken, ist falsch. Das Gegenteil ist der Fall. Studiengebühren ersetzen Rechts-, Beteiligungs-
und Mitwirkungsansprüche durch ein privates Marktverhältnis zwischen Verkäufern und Kunden. Die neue "Freiheit" der Studierenden wäre daher lediglich negativer Natur. Sie würde sich auf die Möglichkeit beschränken,
zwischen Angeboten wählen zu können, auf deren Zustandekommen sie nicht den geringsten Einfluß haben. Wenn etwa Studierende nur noch als KundInnen, nicht mehr als Mitglieder der Universität betrachtet werden,
haben sie konsequenterweise auch keinen Anspruch mehr auf selbstverwaltete Strukturen oder Sitz und Stimmrecht in den Hochschulgremien.

(Quelle: http://www.abs-bund.de/aktionsbuendnis/krefelder_aufruf )

8.6.09 14:13


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Grundkonzeption G8

"Grundkonzeption

Das bayerische Gymnasium vermittelt auch in Zukunft seinen Schülerinnen und Schülern eine vertiefte Allgemeinbildung, bereitet sie bestmöglich auf ein Hochschulstudium vor und befähigt sie, „eine berufliche Ausbildung außerhalb der Hochschule“ erfolgreich zu absolvieren (Art. 9 Abs. 1, BayEUG). Es legt die Grundlage für die Bereitschaft, lebenslang zu lernen und sich fortzubilden. Die obersten Bildungsziele des Art. 131 Bayerische Verfassung werden umgesetzt. Dies umfasst Wertebildung, Werteerziehung sowie musische Bildung. Deshalb stellt es den Schüler in seiner Persönlichkeitsentwicklung in den Mittelpunkt und verbindet Leistungsanspruch mit kind- und jugendgerechten Angeboten zur individuellen Förderung. Diese Angebote tragen zur Entlastung der Eltern bei und eröffnen zudem mehr gymnasial geeigneten Kindern die Möglichkeit, ein Gymnasium erfolgreich zu besuchen, unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund.

Das Gymnasium in Bayern setzt auf eine enge und vertrauensvolle Kooperation aller an Bildung Beteiligten, d. h. die Schulfamilie mit Schulleitung, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, Eltern; die Verwaltungsebenen des Staates und der kommunalen Familie unterstützen die Verantwortlichen an den Gymnasien vor Ort bei der Erfüllung ihres Bildungsauftrags.

Aufgrund der öffentlichen Diskussion, der bisherigen Rückmeldungen und verschiedener Evaluationen aller Beteiligter (Schulleitungen, Lehrerkollegien, Schülerschaft, Eltern) ist es erforderlich, unter Beibehaltung des bisherigen Qualitätsanspruchs und der Berücksichtigung der aktuellen Vereinbarung der Kultusministerkonferenz, das pädagogische und organisatorische Konzept weiter zu entwickeln und den aktuellen Bedingungen anzupassen sowie Umsetzungsprobleme zu beseitigen:

  • Der Lehrplan verdeutlicht Schwerpunkte und stellt die Vermittlung von nachhaltigem grundlegendem Wissen sowie von Methodenkompetenzen in den Mittelpunkt.
  • Belastungen der Schülerinnen und Schüler werden zusätzlich durch veränderte Rahmenbedingungen und organisatorische Vorgaben reduziert.
  • Der Freistaat Bayern stellt zusätzliche Stellen zur Sicherung des Unterrichts und finanzielle Mittel für zusätzliche Angebote am Nachmittag bereit.
  • Die Möglichkeiten zur individuellen Förderung werden erweitert.
  • Die Schulen erhalten größere Freiräume, vor Ort zu regeln, was erforderlich ist.
  • Zur Definition des Qualitätsanspruchs des bayerischen Gymnasiums wird eine Fachtagung (in Zusammenarbeit mit der Stiftung Bildungspakt) veranstaltet. Hierzu werden Schulleitungen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Vertreter der Hochschulen und der Wirtschaft beteiligt.
  • Darüber hinaus vertrauen wir der pädagogischen und fachlichen Kompetenz der Lehrerschaft und der Kooperationsbereitschaft aller Beteiligten.
  • Ab September wird das Staatsministerium in der Abteilung Gymnasium eine Lehrkraft als Ansprechpartner für Elternbeiräte zur Verfügung stellen."
(Quelle: http://www.g8-in-bayern.de/g8/grundkonzeption )
8.6.09 14:00


Unser Anliegen

FREIE BILDUNG:
Weltweit ist die Bildung im Wandel: Das humanistische Ideal einer zu kritischen Reflexion befähigenden, gemeinwohlorientierten Bildung wird zurückgedrängt. Stattdessen wird Bildung den Bedürfnissen des Marktes angepasst und damit selbst mehr und mehr zur Ware.

FREIE BILDUNG
setzt sich zum Ziel, diesen Wandel kritisch zu hinterfragen und alternative Lösungsstrategien zu entwerfen. Bildung ist nach der UN Charta weder Ware noch Dienstleistung, sondern ein selbstverständliches, freies und zur allgemeinen Mündigkeit hinführendes Gut, das jedem und allerorten zugänglich gemacht werden muss.
8.6.09 13:46


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